Donnerstag, 29. Mai 2014

Küchentisch-Ensemble: Tee im Alltag

Seit meinem letzten Tee-Sauf-Wochenende bei Ye Min bin ich der Sucht endgültig erlegen: Ohne Tee geht es nicht mehr! Dabei liebe ich nicht mal nur das Gefühl des Tee-Rauschs. Nein.
Viel mehr ist es das liebevolle „Schnappen“ und Zusammensuchen der Teeutensilien, das Auswählen des Tees und des passenden Kännchens. Das Aufbauen des Ensembles ist es, was mir am meisten Freude bereitet, was mich entspannt.


Allerdings verfüge ich ja (noch) nicht über einen eigenen Teeort, wo alles an einem Fleck steht, sofort einsatzbereit. 
Nein, ich muss immer in der Küche das Wasser kochen und mir ein freies Fleckchen suchen für meinen Teetisch…




Teetisch? Seit ich bei Ye Min war habe ich ihn nicht mehr benutzt. Sie musste ja selbst ziemlich umräumen und als ich bei ihr war hat sie den Tee auf einer selbstgemachten Filzmatte zubereitet (so etwas ist praktisch, das muss ich mir auch machen).
Es hat funktioniert (natürlich, wieso auch nicht).
Aber ich als Tee-Anfänger wollte ja immer rumplantschen und es ganz besonders hübsch machen.

Hier kommt aber die große Schwierigkeit regelmäßig Zeit für eine Schale Tee zu finden: 
Im Alltag ist Ruhe und ein freies Plätzchen meist Luxus (wenn man keine eigene Ecke hat) und für mich war so vielleicht 1-2 Mal Tee im Monat drin. Am Wochenende. Manchmal.

Um nun zu Hause wieder angekommen aber dem Tee-Kater vorzubeugen musste ich ja weiter Tee trinken (bitte mit Augenzwinkern lesen), regelmäßiger.
Und so komme ich zu meiner neuesten Erkenntnis:

Tee im Alltag ist machbar!

Man muss sich nur im Klaren darüber sein, dass die Mehrheit der Teeensembles zwischen Putzen-Essen-Lernen-Kochen-etc. stattfindet.
Mir ist bewusst, dass das eigentlich nicht der Sinn einer Teezeremonie ist.
Natürlich kann man den Tee nicht ganz bewusst wahrnehmen, während man kocht oder Gemüse schneidet.
Diese ganzen anderen Gerüche, die vom Tee ablenken und auch die Geräuschkulisse (Abzugshaube). Den Tee als solchen kann man nicht im Ganzen würdigen, das ist klar. 
Dennoch sage ich mir, dass ein solcher Tee besser ist als gar kein Tee. Auch ein „schneller Tee“ kann entspannend wirken oder aufheiternd, je nachdem.
Ein „schneller Tee“ zwischen Reiskochen und Tasche packen, essen und losfahren lässt einen wenigstens für ein paar Sekunden zur Ruhe kommen.
Gewiss ist es nicht das non plus Ultra Tee als Zeremonie zum Essen zu trinken und doch habe ich es getan/ tue ich es.

In der Küche Tee zu trinken hat den zweifelhaften Vorteil, das Säuberungs- oder auch Weckwasser in die Spüle zu schütten…

Natürlich komme ich mir viel „chinesischer“, richtiger vor, meinen Teetisch zu benutzen, wo das Wasser abfließt als es in der Spüle zu entsorgen.
Aber es geht schneller. Ich habe so ein wenig mehr Zeit für die eigentliche Sache, den Tee. 

Momentan funktioniert das so für mich ganz gut: Einfach alles in die Küche holen und zwischen Schneidebrett, Pfanne und Kühlschrank eine Schale Tee schlürfen.

Langfristig gesehen möchte ich aber dem Tee einen festen, schönen Platz in meinem Leben geben, doch bis dahin dachte ich mir, dass ich eine kleine Serie starte, in der ich euch meine kleinen Küchentisch-Ensembles zeige.
Ich möchte zeigen, dass es ohne großes Klimbim, ohne viel Aufwand und ohne (scheinbarer!!) Zeitvergeudung möglich ist, eine Schale Tee zu genießen.
Eine Schale Tee- die kleinste Oase der Welt!

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Tag, ruhige Minuten und einen großen Teevorrat!


Atessa

Kommentare:

  1. Na dass du deiner "Sucht" erlegen bist, ist kein Wunder :) Man gewöhnt sich echt schnell an Tee und es ist immerhin auch ein Lebensstil. Übrigens sehr schickes Service :)

    AntwortenLöschen
  2. hmm...tee <3<3 tolles bild!
    allerliebste Grüße
    deine Limi ♥
    von BUNTGEFLUESTER

    AntwortenLöschen