Teaplace in my new home/ Meine neue Teecke

Es ist gar nicht so unglaublich viel Zeit vergangen, seit Ye Min, thirsty und ich euch unsere Tee-Ecken gezeigt haben. 
Kein halbes Jahr und doch hat sich bei mir viel verändert in den letzten Monaten. Ich bin bei meinen Eltern ausgezogen, in eine eigene Wohnung. Viel hatte ich mir Ye Min darüber gesprochen und nun habe ich es gewagt. Das Beste daran ist: Ich konnte mir eine wunderschöne Tee-Ecke einrichten, ach was sage ich, eigentlich ist es mein Tee-Zimmer ;) Schaut euch noch einmal hier im Vergleich meine "früheren" Tee-Ecken an.
Als wäre es vorherbestimmt. Meine Großeltern haben einmal einen alten Teewagen vom Sperrmüll gerettet und dieser passt natürlich wunderbar in meine Tee-Ecke.
Unten stehen einige Teevorräte (Ein Dankeschön an thirsty, die mich noch einmal mit reichlich Teedosen eingedeckt hat!) Dort habe ich Oolongs nach Fermentationsgrad sortiert. Und mein Teelix sitzt dort auch sehr dekorativ und bewacht meinen Tee ;)
Der Wasserkessel hat dort auch einen perfekten Platz gefunden und auch einige Umgießkannen und Schalen, die ich nicht so häufig benutze stehen dort. Oh, und natürlich meine Teedosen von meinem Paps. Eine Dose momentan für Milky Oolong und eine für aromatisierte Tees, Jasmin und Ginseng. Aber es stehen schon weitere Dosen bereit, mein Paps war sehr fleißig. Die warten aber noch auf Inhalt ;)
Obere Etage: Ein Zimmerbrunnen und ein Stufenregal, das mir mein Bruder gebaut hat. Darauf ein Sake-Set und Sake, ist das Sake-Geschirr nicht entzückend? Im Urlaub waren wir asiatisch Essen und bestellten Sake. Wir bekamen Sake in diesem herzigen Kännchen serviert und ich habe mich sofort darin verliebt. Zwischendrin in unserem Urlaub besuchte ich thirsty und Ye Min in Berlin und dort machten wir uns auf die Suche nach einem solchen Set, aber es war nicht zu bekommen. Schließlich zurück im Urlaubsort fragte mein Paps nach dem Sake-Set und die nette Chinesin schenkte es uns =)
Auf dem Regal steht außerdem das Teegeschirr, das ich als erstes von Ye Min bekommen habe.
Es hat einen Ehrenplatz.
Wo habe ich meine Kannen "versteckt"? Meine Oma hat schon die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen, weil ich ja so viel Staubwedeln müsste =D Meine Teekannen und auch einige Schalen und Umgießkannen stehen auf dieser schönen Holztreppe. Auch dieses Möbelstück war schon vorhanden- wie gemacht für mich. Früher saßen dort immer die Käthe Kruse Puppen meiner Oma =)
Überhaupt: Ich habe nichts neu gekauft für meine Tee-Ecke, alles war vorhanden oder wurde aus Sammelstücken gebaut. Ich glaube, der Tee-Weg war mir vorbestimmt.
Kommen wir zu meinem Teetisch. Den Bambusteetisch kennt ihr ja schon und bei Facebook hatte ich schon "Eichi" meinen großen Teetisch gezeigt. Hier der Link zu dem Eintrag: Eichi und das Foto:
Als Unterbau fungiert eine alte Weinkiste, die ich von einer lieben Freundin geschenkt bekommen habe.
Das habe ich mir so gewünscht (auch wenn mein Bruder erst lieber etwas edleres als Unterbau haben wollte, er hat "Eichi" schließlich für mich gemacht), aber so kann ich eine Gießkanne drunter stellen, in die das Wasser abläuft und so allerhand anderes, ohne das mein Gast das so sieht.
Das habe ich mir von Ye Mins alter Tee-Ecke abgeschaut und überhaupt hat sie mich sehr zu meiner Tee-Ecke inspiriert. Ich wollte unbedingt auch meine Tee-Ecke vor dem Fenster haben! Wenn ihr einen näheren Blick auf meine Fensterbank werfen wollt, könnt ihr einmal hier vorbeischauen.
Auch für benutzte Teeblätter habe ich ein Versteck: Ein Holzfass. Nur mit der Plastiktüte bin ich noch nicht glücklich, da kommt noch eine Alternative hin. Auf das Holzfass kann ich auch gut mein Laptop stellen, wenn ich unbedingt etwas posten möchte...oder Tee bestelle =P
Was steht überhaupt auf "Eichi"?
Neben dem Bambusteetisch habe ich meine Teeutensilien dort liegen, Blümchen, Teefiguren, Teetuch und eine Kerze.
Zwei Teefiguren habe ich momentan: Den Dackel meines Vaters und eine kleine Mädchenfigur von meiner Mama.
Den hellen Stein habe ich aus dem Wald mitgenommen, er hat eine kleine Wölbung, in der meine Teeschale perfekt steht. Das Blatt links ist handgetöpfert und dort lege ich beim Reinigen der Teekanne den Deckel ab.
Teetrinken macht hier so viel Spaß =)
Das Teegeschirr, das ich nicht so oft benutze und das zum wöchentlichen Abstauben zu zerbrechlich ist (meiner Meinung nach, da habe ich Angst) steht hier in einer Vitrine.
Auch einige andere Dinge haben dort Platz gefunden.
Hier hängt auch meine kleine gestickte Teekanne. Die Vitrine hängt schräg gegenüber von meinem Teeplatz.
 Eine andere kleine Tee-Ecke ist aber dennoch in der Küche geblieben:
Hier haben wir einige "normale" Teesachen, große Teekannen für viele Gäste, meine liebste Glastasse von meiner Oma und auch Beuteltee haben hier einen Platz. Mein Shuyao-Teamaker sowie der Tee dazu stehen auch in diesem Regalfach.
Bei strahlendem Sonnenschein, wunderschön zum sitzen
Wie gefällt euch mein neues Reich?
Herzliche Grüße,
Atessa
Tee-Ecke abends

Pu Erh Tee

In Berlin hatte ich kaum Zeit um einen Tee zu genießen, ständig wurden wir gefordert und der kleine musste gezeigt werden oder wir bekamen Besuch zur Beschauung des kleinen Teemeisterchens.


Wieder zu Hause finde ich nun einen Rhythmus mit meinem Sohn und komme neben der vielen Arbeit auch dazu mal wieder eine Schale Tee zu trinken.
Da ich ihn in der Schwangerschaft nicht leiden mochte, war eine Schale Pu Erh Tee das erste was in meine Kanne kam. Doch was ist Pu Erh Tee eigentlich?



Pu Erh Tee ist auch bekannt in Asien als schwarzer Tee und kommt aus der Provinz Yunnan/ China. Er ist nach der Stadt benannt aus der, der Tee zuerst auf den Markt gebracht wurde.
Warum schwarzer Tee? Dazu muss man in die chinesische Sprache gehen. Schwarzer Tee wie wir ihn kennen wird in China "roter Tee" genannt. Die Farbe von einem guten schwarzen Tee ist leicht rötlich während ein Pu Erh Tee auch nach kurzer Zieh zeit eher "schwarz" bzw.  braun ist.
Pu Erh Tee ist nach fermentiert, d.h. die Teeblätter gehen durch einen -mikrobiotischen Prozess. Das ändert Farbe der Blätter und den Geschmack des Tees. Dieser Prozess erlaubt es dem Tee nicht nur mit dem alter zu reifen wie guter Wein, sondern auch seine frische bis zu 50 Jahren zu behalten. 
Pu Erh Tee können in vielen verschiedenen Formen auftreten dabei sind lose Blätter die seltenste, oft findet man den Tee in gepresster Ziegel Form. 
Es gibt zweit Sorten des Pu Erh Tee, zum einen den dunklen (Shu) und den hellen (sheng). 
Ich persönlich liebe den dunklen Tee, am besten so lange in der Kanne gezogen bis dicke, Sojasoßen ähnliche Tropfen aus der Kanne kommen. Dann schmeckt er mir am besten. Natürlich bei guter Qualität.

Loser Pu Erh Tee in einem Geschäft in China
Pu Erh Tee wird aus einer größeren Art der Camellia Sinensis gewonnen, diese wird Dayeh genannt. Die großen und alten Bäume sind teilweise bis zu 1000 Jahre alt. 
Die Haupt Ernte Zeit ist im späten Frühjahr aber eigentlich kann im ganzen Jahr geerntet werden. Die Jahreszeit beeinflusst auch den Geschmack des Tees aber auch verschiedene andere Faktoren geben dem Tee ein großes Spektrum im Geschmack. Dieser kann fein, fruchtig, grasig, torfig, kräutrig oder erdig sein. 






Viele kennen, wenn überhaupt, den Pu erh Tee nur im erdigen Geschmack und doch ist hier viel mehr zu entdecken. Guter und alter Tee erzielt horrende Preise und ist in Deutschland schwer zu finden.


Tee im Urlaub/ Veränderung Ru-Keramik-Schale

Ich habe meinen Sommerurlaub dieses Jahr in einer wunderschönen Waldhütte verbracht. Rings herum viele Bäume und nach vorne hin eine weite große Wiese mit Teich und weidenden Pferden. Sehr entspannt, einfach nur die Seele baumeln lassen, den Wind und das Rauschend der Bäume genießen- mal nicht auf die Uhr sehen, sondern in den Tag hinein leben. Ich habe viel geschafft in diesem Urlaub, ja ich habe sogar Stricken gelernt, wenn ihr mögt, könnt ihr meine Urlaubswerkeleien auf meinem Blog anschauen.
In diesem Jahr wollte ich aber auch auf keinem Fall auf meinen täglichen Tee verzichten, ich wusste ja auch, dass ich sonst einen starken Entzug hätte, da ich ja thirsty besucht hatte.
Also packte ich meine kleine Holzkiste mit Gaiwan, Teeschalen, Umgießkanne, Teeutensilien und natürlich Tee:
Aus Berlin brachte ich auch noch einiges an Tee mit und Schalen ja auch, die mussten dann im Urlaub gleich eingetrunken werden ;)
Mein lauschiges Lieblingsplätzchen war eine Baumstamm-Bank mit direktem Blick auf den Teich und die Wiese, morgens wunderschön von der Sonne beschienen.
Ach, wie gerne habe ich dort gesessen, mit Tee in der Hand war es dort immer schön warm, auch wenn es eher windig und kühl war. Ein wenig wehmütig werde ich schon beim schreiben, es war so schön!
Gerne hätte ich meine Kannen mitgenommen, sie hätten bestimmt eine großartige Patina bekommen bei dem vielen Tee =D
Aber auch die Veränderung an meiner neuen Teeschale aus Ru-Keramik war spannend genug, sodass ich sie euch nicht vorenthalten möchte ;)
Hier seht ihr sie noch ganz "jungfräulich", den ersten Tee hat sie am 11. Juli bekommen.
Ein bisschen dauert es ja immer, bis eine Veränderung sichtbar wird, aber ich war erstaunt, wie schnell sich bei der Teeschale etwas verändert hat. Abends sah das nämlich schon so aus:
Im Laufe der Tage konnte man immer mehr Tee sehen, der sich in den feinen Rissen festgesetzt hatte.


Inzwischen kann man auch am Boden der Schale die Risse erkennen. Davon mache ich dann mal demnächst noch ein Foto.

Herzliche Grüße,
Atessa



Neue Errungenschaft



Schaut mal meine neue Errungenschaft an. 


Die Kanne, die ihr hier sieht, ist schon einige Jahre in meinem Besitz. Yemin kaufte sich vor kurzem ein Set, dieser Kanne ähnlich. 

meine "alte" Kanne


Kanne mit Umgießkanne


Dieses tolle Set gehörte einige Tage Yemin, bis ich sie besucht hatte. 
Aus Gründen, die ich hier nicht nennen kann, landete dieses Set bei mir ;).



das ganze Set auf einen Blick



komplettiertes Set



Zu Besuch bei thirsty- Teil I

Diese Süße hätte ich am liebsten adoptiert =P
Mit zwei Männern im Schlepptau besuchte ich Anfang Juli thirsty in Berlin.
Sinn und Zweck des Besuchs: Thirsty´s Teevorrat vernichten.

Nein, nicht nur. Der eigentliche Zweck war es, thirsty überhaupt mal kennen zu lernen =) Denn getroffen hatten wir uns noch nicht.
Und ich denke, wir haben uns gut kennen gelernt. Der Tee verbindet ;)

Meine männliche Begleitung war bis dato absolut Tee-Unerfahren und wurde gleich erst einmal von thirsty angelernt...
Das kann sich auf jeden Fall schon einmal sehen lassen. 
Sprüche wie "Kaffee schmeckt aber besser" oder "Ist das jetzt ein anderer Tee? Schmeckt alles gleich. Blattwasser." wurden gekonnt ignoriert.
Ich denke, dass es auch den beiden viel Spaß gemacht hat. Oben auf dem Bild könnt ihr schon annähernd erahnen, was für eine grandiose Gastgeberin thirsty ist! Sie hat uns nicht nur netterweise ihren Teevorrat zur Verfügung gestellt (=P), nein, wir wurden auch großartig verköstigt.
Unter anderem gab es jeden Morgen einen leckeren frischen Saft *:*
Mein Sammlerherz schlug bei den ganzen Teekannen natürlich sofort höher und ich konnte mich gar nicht satt sehen! Zumal thirsty genau wie ich auch eine Schwäche für Mineralien hat und ihre Teekannen in Harmonie mit diesen zusammenstehen. Ein paar Eindrücke gefällig?
Eine Sache muss ich noch einmal näher zeigen...
Als ich das sah bin ich fast hinten rüber gekippt=D Ich habe schließlich auch ein Faible für Miniaturen und aus diesem Teeset im Maßstab 1:12 ist gleich eine neue wunderbare Idee geboren. Ihr dürft gespannt sein, ich bin es auch =P

So, was gibt es denn noch zu berichten?
Wir haben so viel Tee getrunken, dass wir sogar eine Teeleiche zu vermerken haben.
Sieht aber schlimmer aus, als es ist ;) Wir haben allerdings noch bis spät in die Nacht Tee getrunken, schließlich mussten diverse Männer ja auch Fußball gucken.
Lustig: In thirsty´s Teebuch stehen "Verbote", die den Teekonsum betreffen:
  • Trinken Sie Tee nicht zur späten Stunde
  • Trinken Sie keinen Tee, wenn Sie Medikamente zu sich nehmen
  • ...
(frei zitiert)
Dazu kann ich nur Folgendes sagen: Wir haben beides getan. Beziehungsweise nicht wir alle, nur mein Bruder musste Medikamente nehmen, aber wir haben wie gesagt alle bis um 1 Uhr und später Tee getrunken. Es war ziemlich lustig ;)
Interessant finde ich ja auch immer, wie andere Menschen ihren Tee zubereiten und wie allgemein der Teeplatz aufgebaut ist.
An dieser Stelle noch einmal ein ganz großes Dankeschön an thirsty, die uns drei Vagabunden so herzlich aufgenommen hat und uns mit reichlich Tee versorgte!
Was wir uns alles angesehen haben und was ich überhaupt aus Berlin mitgebracht habe...das zeige ich euch im zweiten Teil meines Berichts ;)

Herzliche Grüße,
Atessa