Ausgetrunken - Yemin #3


Bin ich schon wieder dran meinen Müll zu zeigen? 3 Monate sind schon wieder vorbei?
Ich kann euch nicht mal sagen was aufregendes in den letzten 3 Monaten passiert ist.
Scheinbar ist aber Zeit vergangen, wenn ich meinen Müll so betrachte. Legen wir mal los den es ist doch etwas mehr geworden. Hab ich echt so viel getrunken??
Zu meiner Verteidigung sei gesagt das ich manche Packungen schon lange geöffnet hatte aber nun endlich geleert wurden.

On Tour: Bonzai Garten in Ferch

Diese Woche haben meine Freundin und ich einen Abstecher in den japanischen Bonzai Garten gemacht. Dieser befindet sich in der Nähe von Berlin, in Ferch.





Es gab in diesem Garten natürlich jede Menge wunderschöner Bonzais ....

Bonzai - Ginko
Bonzai - Zierapfel

und auch ein Teehaus mit anschließendem Zen-Garten.









Das mussten meine Freundin und ich ausprobieren. 
Das Ambiente gefiel uns sehr gut.
Die Teekarte war gut sortiert, für jeden Geschmack war etwas dabei. Von chinesischen, taiwanesischen bis zu japanischen Tees.

schwarzer Tee

japanischer Oolong
Ich bestellte mir einen japanischen Oolong und meine Freundin einen schwarzen Tee.
Leider hatte ich keinen Einfluss auf die Menge und die Ziehzeit des Tees.
Die Gastgeberin/ Mitarbeiterin bereitete alles vor und brachte es uns an den Tisch.
Sie goß den Tee in unsere Schalen. 
Nun war es an der Zeit den Tee zu kosten.
Der japanische Oolong war ein leichter Tee, mit süßlich duftender Note. 

Was mir nicht gefiel war, das jeder weitere Aufguss 1,- € extra kostete. Dennoch nahm ich später noch einen weiteren Aufguss, da es schade gewesen wäre , den Tee nur einmal aufgegossen zu bekommen, und ihn danach wegzuschmeißen.

Meine Freundin bestellte in der zweiten Runde einen japanischen grünen Tee. Wie schon vorher erwähnt, hatten wir keinen Einfluss auf die Ziehzeit. Promt war der grüne Tee zu bitter. 

Fazit:
Das Teehaus hat Potential, wenn die Gastgeberin/Mitarbeiterin auf die Ziehzeit achten würde und den Teegeschmack den Gästen anpasst. Denn japanische Grüntees dürfen nicht bitter sein.
Sind sie es doch, ist ein Fehler bei der Zubereitung unterlaufen.

Anmerkung:
Evtl. den Gast, den Tee selber zubereiten lassen.
Nachfolgende Aufgüsse ( 0,2-0,3 ml) sind definitiv zu teuer.



Teahome - Dong Ding 2009


Letztens wurde ich gefragt ob ich nicht öfter für euch Teereviews schreiben kann und diese dann zu den Onlineshops oder Shops verlinken. Das Problem ist der Tee selbst. Hat man gerade einen schönen Tee gefunden, den man lobend erwähnen möchte, so existiert entweder der Onlineshop nicht mehr oder aber der Tee ist ausverkauft und die neue Ernte ist die Mühe für einen Post nicht wert.
Ich kann euch deshalb nur wenige Tees so vorstellen, das ihr diese auch nachkaufen könntet.
Der Sinn dieses Blogs liegt aber auch nicht unbedingt in der Werbung für Produkte sondern um euch auf unseren Teeweg mit zunehmen. Selten schreibe ich kühl und ohne Emotionen. Meist bewegt mich ein Tee und lässt mich nicht mehr los und regt meine Erinnerungen an oder bringt mich auf neue Ideen, so wie dieser heute.



Ich weiß gar nicht warum ich so lange nicht mehr bei Teahome bestellt hatte. Ich war immer sehr glücklich mit den Tees von dort.
Vor einiger Zeit landete ein kleiner Umschlag in meinen Händen. Der "Krabbenhüter" schickte mir einige Tees und bat mich um meine Meinung. Der Tee, um den es heute gehen soll, stach sofort aus den Proben hervor.
Ich musste mehr davon haben und schrieb Teahome an, nachdem ich den Tee online nicht finden konnte.
Tja und hier haben wir wieder das oben erwähnte Thema. Es gab den Tee noch aber die letzten Gramm waren gezählt und ich hatte wirklich Glück noch etwas ergattern zu können. Kein günstiges Erlebnis aber etwas das sich lohnt.

- Dong Ding 2009 -
Wie man auf dem Bild unschwer erkennen kann handelt es sich um dunkle Blätter. Ein höhere Fermentation als ich sie normaler weise trinke. Wenn Ihr mich eine Weile, auf dem Blog hier verfolgt, dann wisst Ihr das ich vor allem die helleren leichteren Oolongs mag. In letzter Zeit ändert sich das jedoch langsam.
Dieser Tee hier besticht durch ein fruchtiges und süßes Aroma und da ist noch etwas anderes was ich mich nicht zu beschreiben traue. Das ist es was mich diesen Tee kaufen lies. Dieses Gewisse etwas.
Kann man brotig sagen? Nein das trifft es nicht! 
Ich tue mich immer sehr schwer mit dem Beschreiben. 
Vielleicht kann ja der Krabbenhüter einmal helfen und diese Nuance beschreiben?
Der Tee hat eine wunderbare orange Farbe im Aufguss und lässt sich viele male aufbrühen.

Dieses kleine Gewisse etwas schätze ich.
Oolongtees mit hoher Fermentation sind genau die Tees die im Herbst gern getrunken werden. Sie geben Energie und Wärme. Ich finde auch das sie durch ihre Süße und fruchtigkeit leicht auf den Winter vorbereiten und die Angst vor der kommenden Kälte nehmen. Es ist September, was redet die da, fragt ihr?
Naja ich bin gestern mit Wärmflasche ins Bett gegangen und fühle den Herbst schon kommen.



Keine schlechte Jahreszeit aber es wird eben kühler und wie die Gesichtspflege oder die Wahl der Kleidung, ändert sich auch bei mir der Teegeschmack.

Übrigens wenn Ihr das Deckchen auf meinem Teetisch mögt, dieses könnt Ihr demnächst, mit wundervollen anderen Deckchen, alles Einzelstücke, hier auf dem Blog erwerben.



Tea Ensemble with Cherry Blossom Tea cloth

In the middle of the Night I woke up and have had a new idea for my tea cloth. The next day I directly work on it.
I wanted to make a Tea Mat for travelling or to store it in a better and more beautiful way.

Here it is, the first one.
It´s made of brown fabric with a beige cherry blossom pattern.

On the back is a thicker black Fabric and there you can find a little bag to store maybe your tea tools. Than roll the mat and you can transport it easily without damaging something.




I also find it useful to have a little "towel" for your Teapot cap or Gaiwan. Also use it to wipe away water from teapot after it comes out of the teaboat. Mostly the teapot is wet and the tea drops will make the beautiful teacloth wet and dirty.

Teamaker von amapodo: Teeglas #TEAFAVS

Lange Zeit habe ich den Shuyao-Teamaker benutzt und war auch sehr zufrieden mit ihm.
Im letzten Jahr hatte ich es bereits, dass der Deckel nicht mehr dicht schloss. Der Kundenservice von Shuyao ist toll, ich bekam sofort Nachricht, dass ein neuer Deckel auf dem Weg zu mir sei.
Das Problem hierbei: Die Trinköffnung war defekt und ließ sich gar nicht öffnen und schließen. Ich schrieb erneut und bekam wieder Post. Der neue Deckel passte allerdings gar nicht auf den Becher, denn inzwischen war ein neues Modell entwickelt worden...
Nochmals schrieb ich und bekam den passenden Becher zugesendet, sodass ich quasi einen komplett neuen Teamaker hatte. Ein halbes Jahr ging das auch gut.
Jetzt im Frühjahr begann der Deckel erneut undicht zu werden, ich bekam auch wieder Ersatz.
Aber so langsam war ich wirklich genervt, auch wenn der Kundenservice wirklich toll ist!

draußen im Schloss

Regen! Dabei war ein Tag an der frischen Luft geplant!
Das Teeset ist verpackt, das Ensemble ausgewählt und die Teesorten verlesen und nun dieser Regen.
Alles ist nass aber einem Tee kann man auch zu Hause trinken.

Den Vormittag verbrachten ich und mein Gast also in meinem kleinen Teemuseum und dann klarte das Wetter tatsächlich auf. Es konnte doch noch in die Natur gehen.

Ich wählte für diesen etwas kühleren Tag einen gerösteten Dong Ding aus. Ich finde er passt wunderbar zu etwas kühleren Tagen.
Voll Aromatisch und etwas nussig.



Die Sonne kam genau zur richtigen Zeit hervor und wir genossen, leider nur einen, Tee in dem kleinen Schlossgarten bei Eschweiler. Ich mag diesen Garten sehr, er ist wenig besucht und bietet eine schöne Teefläche.

Ein kleiner Vogel sang im Baum über uns. Er lies sich nicht vertreiben, nicht das dies gewollt wäre, ein Teegast mehr ist durchaus willkommen. Meistens aber fliegen die kleinen racker ja weg wenn die Großen Menschen kommen. Dieser hatte aber Spaß uns beim Tee zu beobachten.
Ist ja auch etwas neues




Ein kurzer Lichtblick

Hui, musste ich da schnell sein! Da hat die Sonne es doch tatsächlich kurz geschafft, zwischen der Wolkendecke hervorzuschauen und meinen Teetisch zu beleuchten!
Ich hab schnell alles hingeworfen, was ich trug und mir die Kamera geschnappt, so ein schönes Bild gab es lange nicht für mich :)

Herzlichst,
Atessa

Auf der Suche nach (Tee) Wasser

Wasser ist nicht gleich Wasser, das habt Ihr ja schon auf meinem Blog gelesen. Jeder von uns 3 Authoren hat da seine eigene Methode Teewasser zu bekommen. Thirsty ist mit ihren Britta Filter + Bambuskohle glücklich, Atessa nutzt ihr Edelsteinwasser und ich bin irgendwie mit allem nicht glücklich und weiterhin auf der Suche nach dem perfekten Teewasser.

Wer ein gutes Wasser hat, der hat die halbe Miete schon geschafft.
Gutes Wasser lässt auch nicht so guten Tee erblühen und ertragen aber guter Tee und schlechtes Wasser sind keine Lösung.
Ich habe euch von meinem Osmose Filter berichtet und gleichzeitig gesagt, das ich die Ergebniss okay finde aber noch nicht glücklich bin also muss eine andere Methode her.

Die letzte Woche verbrachte ich deshalb mit der Suche nach natürlichem Quellwasser. Ich wohne nun notgedrungen bei Aachen und habe das Eifelgebirge um die Ecke, wäre doch gelacht wenn es hier keine natürlichen Quellen gibt.

Die erste Quelle fand ich tatsächlich in der Eifel, beim Heilsteinhaus, einer Wanderstation und Informationspunkt zum National Park. Im Hinterhof sprudelt eine natürliche Quelle aus einem Brunnen. Das Wasser schmeckt wunderbar frisch und hat einen leichten Anteil Kohlensäure.
Die Gegend lud zu einem langen Spaziergang ein.






Beflügelt von meinem Fund füllte ich einige Liter ab und nam sie nach Hause mit.
Der Teetest war ernüchternd, fahler, brauner Tee. Die Blätter öffneten sich kaum und nach dem dritten Aufguss dann ganz plötzlich mit voller Kraft. Dann gaben sie allen Geschmack ab und wurden wieder stumpf.

Rechts mit Quellwasser gebraut
Was für eine Enttäuschung. Die besten Ergebnisse mit diesem Wasser erziehlte ich bei einem dunklen Dong Ding. Dieser mochte wohl das Wasser, vielleicht hätte auch der Da Hong Pao das Wasser geschätz.
Das Wasser schmeckt leicht metalisch was der Grund für dieses Fehlexperiment sein wird...
...die Suche geht weiter...

Die zweite Quelle führte mich in die Gegend von Euskirchen, ca. 1 Stunde Fahrt, dort sprudelt eine Quelle freudig vor sich hin. Das Wasser wirk frischer und schmeckt klarer. Neue Hoffnung keimt in mir auf. Hier habe ich ebenfalls einige Liter abgezapft und für meinen Test mit nach Hause genommen.






Die Tees mit dem Quellwasser reagieren ganz anders. Ich hatte Wunder erwartet und wurde enttäuscht. Erwartete ich eine leuchtende Farbe nd vollen Geschmack so musste ich wohl einsehen das dies Illusion ist.
Das Quellwasser lässt den Tee aber anders reagieren. Der Tee entfaltet sich langsamer, bei diesem Wasser explodiert er nicht wie vorher bei dem mineralischen aber er ist langsamer, vorsichtiger. Er braucht mehr Händchen um zu erwachen. Doch lässt er bekannte Tees in anderen Nuancen erscheinen. Er holt andere Details ans Tageslicht als ich es mit anderem Wasser erlebt habe. Interessant ist der Umgang mit dem Quellwasser.


Die dritte Quelle sollte etwas näher an meinem Wohnort sein. Leider war der Brunnen unzugänglich. Schade ich hatte gehoft nicht so weit fahren zu müssen für ein Schlückchen Tee

Die vierte Quelle habe ich im Aachener Wald gefunden und für nicht trinkbar erklärt.

to be continued...

Tie Guan Yin 2008 von Meister Chen


Ich bekam diesen Tie Guan Yin Oolong schon vor langer Zeit im Teehaus Köln.
Da es nur eine kleine Menge gab wurde der Tee nicht verkauft und ich durfte einen kleinen Beutel zum probieren mitnehmen.


Ich liebe es neue Tees zu probieren und ich glaube, das ich schon einmal über diesen Tie Guan Yin berichtete. Mir war nicht ganz klar ob mir der Tee schmeckte oder nicht, sicher war nur das er interessant war und es sich lohnte mit dem Tee zu experimentieren.
Er hat so etwas interessantes unter der Oberfläche. Einen speziellen Duft etwas einzigartiges kaum zu greifendes. So erinnere ich mich an diesen Tee.
Es ist ein Tee für den es Zeit brauch und der nicht allein genossen werden kann.



Gestern hatte ich Besuch, ein alter Kung Fu Bruder besucht mich ab und zu in dieser Gegend, er ist Außendienstler und hat beruflich ab und zu hier zu tun. Er weiß das es bei mir immer eine Schale Tee gibt und ich freue mich über ein Bekanntes Gesicht in dieser Trostlosigkeit.


Zu zweit macht Tee einfach viel mehr Spaß und so wählte ich besagten Tie Guan Yin in dem Wissen das er etwas ganz besonderes ist.
Es handelt sich um einen dunklen Tie Guan Yin aus dem Jahre 2008. Dunkel fast schwarz kommt der Tee daher, der Duft in der Tüte war wie gehabt aber schon bei der ersten Wasser Berührung war etwas anders, das holzige und verbrannte, was ich noch genau von der letzten Verkostung in der Nase hatte, das war verschwunden! Nur die Süße und die Frucht, die ich vorher kaum greifen konnte war vorhanden.
Ob das am Wasser lag? An meinem Osmose Wasser? Ich werde das nochmal mit anderem Wasser testen.

Eigentlich hätte ich Glücklich sein müssen aber der Tee lies sich wenig aufgießen, hatte er vorher Kraft und Energie, war diese nun verloren. Es war, als wäre nur die Essenz in der Schale. Samtig weich und fruchtig süß aber nun fehlte der Grund, das Solide.
Der Tee lies sich vielleicht 3 mal aufgießen und verlor dann seinen Geschmack.
Ich habe es Quasi geschafft dem Tee seine Essenz zu entlocken aber ich habe dabei seinen Charakter verdorben.