Ausgetrunken - Thirsty # 5


Es ist wieder soweit.



Diese leeren Teepackungen sind diesmal zum Opfer meines Teekonsums geworden. In dieser kleinen Sammlung sind  Taiwan High Mountain Alishan Oolong, Alishan Chang-Shu-Hu Oolong, Taiwan High Mountain Lishan Oolong, Dong Ding, Aboriginal Oolong, Jin Xuan Milky Oolong und vier Pakete vom Milky Oolong.


unter der Sammlung wieder Milky Oolongs

Mit Hilfe meiner Freunde leere ich die Milky Oolongs, doch den Rest....... :).

Aborigin Oolong aus dem Chen Teehaus

Lishan Oolong

Einige der leeren Teepackungen waren natürlich schon geöffnet, nur habe ich die Packungen "endlich" leer bekommen.

Wie ich schon mal erwähnt hatte mögen meine Freunde den Milky Oolong sehr, daher wird dieser Tee immer dabei sein. Was das traurige daran ist, ich muss wieder welchen bestellen, die letzte Packung ist angebrochen. Leider hält dieser Tee im Besonderen nicht allzu lange.

Meine Alishans dezimieren sich auch zusehends, d.h. ich muss in Kürze eine große Bestellung tätigen. Mal sehen was ich noch für Tees bestelle.

Ich werde dann hier bestimmt im Blog berichten. Bis dahin wünsche ich euch allen schöne Sommertage.



Dong Pian 2016

Jährlich grüßt das Murmeltier. Ich bin spät dran auch den diesjährigen Dong Pian vorzustellen.
Ich habe immer die gleiche Sorte und wie Ihr wisst, ist der Geschmack stark von den Wetterverhältnissen und der Tagesform des Teemeisters abhängig. Dies wird mein letztes Jahr sein das ich diesen Tee vorstelle, den ich werde diesen nicht mehr kaufen! Warum? Lest einfach weiter...



Seit nun fast 18 Jahren beschäftige ich mich mit Tee und seit 15 Jahren intensiv. Eine lange Zeit des lernens. Ausgelernt habe ich noch lange nicht. Mit der Zeit ändert sich Geschmack und Wahrnehmung. Das liegt auch daran das ich Glück hatte sehr guten, Lupenreinen Tee (Pestizid freien/ Gartenreinen) zu trinken und dadurch meine Sinne eichen konnte. Wenn das geschieht, dann ist man "verdorben", man trinkt nicht mehr jeden Tee. Man schmeckt Nuancen raus die nicht mehr passen in die tägliche Tee-Auffassung.
So geht es mit mit diesem. Fangen wir aber von vorn an...



Ich schätzte den Winter Oolong immer sehr. Ich tue es noch, komme aber zu dem Schluss, dass es nahezu unmöglich ist einen guten Winter Tee auf natürlichem Wege zu bekommen.
Den ersten Winter Tee dieses Jahr durfte ich in Chens Teehaus trinken. Eine Enttäuschung, da waren wir uns alle einige. Er hätte schön sein können aber er war zu oberflächlich, hatte keinen Charakter und keine Tiefe. Schnell verlor er an Energie. Karl erklärte mir das die Temperaturen und die Wetterverhältnisse nicht so gut waren dieses Jahr und deshalb der Tee nix ist.



Mein jährlicher Winter Tee ist ok aber irgendetwas stimmt nicht. Er hat wieder den selben Charakter wie letztes Jahr, eigentlich gut, dennoch macht es mich stutzig. Ähnlich wie in Chens Teehaus verliert der Tee schnell an Kraft aber die frische und typische Nuance bleibt. Das kann nicht richtig sein.
Die Teeblätter haben keine Kraft mehr aber der typische blumige Geschmack ist noch wie am Anfang. Gleich... ich bin mir sicher das dieser Tee Aroma gesehen hat. Da wurde nachgeholfen. Waren die anderen Jahre auch schon so? Es sind wohl die sinne die endlich erwachen oder ich erkenne nun klarer den Unterschied.
Wer weiß, das nachgeholfen wurde ist ganz klar ein No Go für mich.
Ich möchte guten Tee, es kann sein das eine Ernte nicht gut ist, dann ist das so und ich warte bis zum nächsten Jahr. Es ist spannend die Natur und deren Erzeugnis von Jahr zu Jahr neu zu entdecken. Ich liebe es die neuen Ernten zu probieren und die verschiedenen Herstellungsarten zu entdecken. Es schult mich im Umgang mit der Natur und lässt mich neues entdecken. Tee wird nie langweilig weil er immer Überrascht. Mal ist das positiv und mal ist das eben auch negativ aber es ist immer neu.



Einen Winter Oolong durfte ich in Belgien Trinken, einen Four Season Oolong. Sehr grün aber dieser war wirklich lecker. Fein, schnell zu ende aber er hatte etwas runden und ausgewogenes in seinem Geschmack. Also sind auch nicht alle Wintertees schlecht dieses Jahr, es gilt nur den richtigen zu finden.



Natsume– Aufbewahrung des Matcha– Holzarbeiten meines Bruders

Seit ein paar Wochen bin ich vermehrt dem Matcha zugewandt, das liegt am wärmeren, frühlingshafteren Wetter und der Kraft, die damit zusammenhängt. Für mich passt der Matcha nicht in den Winter (dieser Post wurde Anfang Mai verfasst, nicht wundern, inzwischen ist wohl Sommer, zumindest hoffe ich das).
Jetzt habe ich die letzten Reste aus den Dosen zusammengekratzt und getrunken, bevor ich mir neuen bestellte (mein liebster Matcha ist bisher von Koyamaen).
Übrig bleiben dann immer die Dosen, die ich zu schade zum Wegwerfen finde. Meist bewahre ich Kräuter, Gewürze, Räuchermischungen... darin auf, aber dieses Mal fragte ich meinen Bruder, ob er nicht erst eine Dose drumherum drechseln könnte.
Die "original" japanischen Natsume, die traditionellen Dosen für Matcha, sind normalerweise komplett aus Holz, Steinzeug, Porzellan oder die modernen auch aus Kunststoff. In meine Natsume ist jetzt die Metalldose eingelassen, sodass sie nun sogar luftdicht schließt. Allerdings kann die Holzdose wohl nicht in den Kühlschrank, deshalb ist die Haltbarkeit des Tees trotzdem nicht so lange und ich bewahre den Matcha nur in kleiner Menge in der Dose auf.
Generell ist die Natsume auch nicht zur langen Lagerung des Tees gedacht, sondern für die Teezeremonie. Gelesen habe ich, dass man den Tee ohne Kühlung 2-3 Wochen gut darin aufbewahren kann.
Für die längere Lagerung nutzt man eine Chazutsu, eine Dose mit zweitem Schließdeckel im Inneren. In solchen Dosen aus Metall lagere ich meine Oolong-Tees.
Weil eine Dose nicht lange allein bleiben kann, hat mein Bruder mir ganz schnell noch eine zweite Dose gedrechselt, dieses mal für eine 20 g Portion Matcha ;)
Die größere 40 g Dose ist aus Eibenholz, die kleinere vermutlich aus Amaranth.
Wie gut, dass man auch andere Dinge super in den Dosen aufbewahren kann, so viel Matcha kann ich mir weder leisten noch vernichten =D Außer, Yemin kommt und überfällt mich, aber da wir dann ja doch lieber andere Tees zusammen trinken, ist das doch nicht ganz so wahrscheinlich.

Herzliche Grüße,
Atessa

Monatsfavorit - Thirsty #3

Hallo Teefreunde!

Wie schnell die Zeit vergeht, schon ist wieder ein Monat um. Ich habe mir kürzlich diesen Tee aus einem Asia-Laden mitgebracht. Es ist ein Taiwan Oolong, der preislich sehr günstig ist.

Taiwan Oolong

Dieser Tee ist für den schmalen Teebeutel das Richtige. Den Tee bekommt man in jedem großen Asia-Laden zwischen 7,99-€ und 9,99-€.


Der Taiwan Oolong ist ein sehr heller Oolong, der leicht fermentiert, aber nicht geröstet, ist.  An
warmen Tagen eignet er sich besonders gut, da er leicht im Geschmack ist. 
Wenn ihr das nächste Mal in einem asiatischen Geschäft seid, haltet Ausschau nach diesem Tee und probiert ihn aus. Würde mich freuen, eure Meinung zu diesem Tee zu hören bzw. zu lesen.



Tan Bei Tie Guan Yin - Review


Wer Tie Guan Yin hört, weiß entweder damit nichts anzufangen oder gehört zu den Teekennern und denkt sofort an China und grüne gerollte Blätter.
Mich hingegen schüttelt es wenn ich an Tie Guan Yin denke. Auch dieses Jahr wieder hab ich, in China, den grünen, unreifen, schlecht verarbeiteten Tee trinken "dürfen". Überzeugt war ich nie.
Vor Jahren einmal hatte ich in Hangzhou einen Tie Guan Yin gekauft, dieser war sehr teuer, auch der war gerollt aber mit einem dunklen Blatt.
An dem letzten Tropfen dieses Tees durftet Ihr 2013 teilhaben und zwar hier in The Last Teadrops.
Lange suchte ich nach etwas ebenbürtigem und habe diesen nun gefunden nur in viel viel besser.

Wenn ein Tee einmal beeindruckt hat, dann ist es schwer diesen zu vergessen. Immer hing meine Nase, obwohl ich es eigentlich wusste, in jeder Tie Guan Yin Packung die ich finden konnte und immer wurde ich wieder enttäuscht.
Diesmal aber hatte ich Glück und kann noch mehr davon beziehen, obwohl es auch von diesem nur ein paar Kilo gibt, warum das so isst?

Monatsfavorit - Atessa #3 Juni


Schon wieder ein Monat vergangen? Ein nicht ganz einfach zuzubereitender Tee ist es in diesem Monat geworden, der Nan-Tou Green, "Golden Lily", gekauft bei teahome.
Es ist ein sehr feiner und heller Tee, der mir aber leider nicht immer gelingen möchte. Zu warm? Zu kalt? Falsche Kanne? Wasser nicht genehm? – eine kleine Zicke ist dieser Tee. Den ersten Aufguss fand ich bisher noch nie schmackhaft, dafür ist der zweite (zumindest meistens...) ein Genuss.

Mehr als drei Aufgüsse habe ich auch noch nicht schmackhaft herausholen können, aber zumindest für eine kurze Teepause reicht er– passend in diesem Monat, wo ich viele kleine Päuschen brauchte.
Eine meiner Orchideen blüht endlich wieder, das konnte ich euch natürlich nicht einfach vorenthalten ;)
Herzlichst, Atessa

Ausgeraubt – Atessa #2 Pu Ehr


Ende März war ich mal wieder bei meiner ergiebigsten Teequelle: Yemin wurde ausgeraubt.
Dieses Mal durfte ich einen Pu Ehr von 2012 mitnehmen, ich würde sagen, ich hab erst einmal genug Pu für die nächsten Tage reicht die Menge. Bis zum nächsten Besuch würde ich sagen.

Die nächste Zeit wird er öfter in meine Pu Ehr Kanne wandern.
Der Pu ist sehr würzig, da muss ich noch ein bisschen rumprobieren, erinnert mich an Salbei und Rosmarin, wenn ich auf frischen Zweigen kaue. Zweige sind auch ein gutes Stichwort, es ist nämlich etwas neues auf meinem Teetisch eingezogen.

Dieses Glücksbäumchen hat mir mein Bruder von der See mitgebracht, als er dort arbeiten musste. Es wurde mit wirklich richtigen Bernsteinen in Handarbeit hergestellt.


Edelsteine sind meine Lieblingsdekoration auf dem Teetisch, denn dort schein die Sonne so schön hin und die Steine fangen an zu leuchten und zu funkeln.

Herzliche Grüße,
Atessa

Monatsfavorit im Mai - Yemin - Yun Wu Cha

Monthly Favorite

I´m very sorry for writing not much in english. I have so many foreign readers and I owe you more updates. So this monthly favorite I will write for you in english. Because of 2 children I often have not enough time and german is the quickest way to post thing here.


I´m back from china, since a week now. I never, really never have had to less tea the past 3 weeks in china. The Country of Tea but no tea for me. That was crazy, we where in an area where people drink hot water all day long and have not much idea about tea and good quality tea.

But also in an area like that, i could find some tea, my tea nose will find tea everywhere I go. Even in the dessert I was drinking tea.

So this is not really a favorite tea but this is the tea I was drinking a lot over the last month may. It is Yun Wu Cha. This tea is coming from Jiangsu province from XinPu.

I mean nearly every tea from different towns and mountains around Xinpu is called YunWu Cha. So you can have luck with the quality or not. I visited the tea plantation in the mountains so I exactly know where my tea is coming from and who made it.

During the time i feel that this becomes more and more important to me because I do not wanna drink unhealthy tea anymore.



What is Yun Wu Cha? It means something like cloud and mist tea and is a green tea. While I was searching in the internet I found out that the tea can come from different regions in china. Seems that this name is not special for this area.


The tea is hand plugged and has a aroma full of unami and sweetness, if you prepare it well. If not I do not like that tea.


The dried leaves look like small needles and have a dark green. During the infusion the color changes very fast into a bright green. The leaves open and showing the nice shape.


I liked this tea much because I have had no other choice. Normaly I´m not a huge fan of green tea but i was hot in china and so the tea fits well.

I bought about 500g for home.

This time the tea prices was sooooo damn high that I could not buy much tea.

A Bilochun also was bought but thats it. Some little teacups but not more. At all it was a family trip and not a tea trip but I found so beautiful tea places that I´m happy.


Mingjian Jin Xuan Sweet Wood

Heute gibt es mal wieder einen Bericht über einen Tee aus dem Teehaus Köln.

Der Tee hat eine kleine Geschichte und bringt mir Erinnerungen zurück, denn es ist der Tee, den ich mit meinem Liebsten getrunken habe, als ich ihm im Krankenhaus eine Freude machen wollte.
Aber auch danach war es einer unserer liebsten Tees, der Mingjian Jin Xuan Sweet Wood ist ein großartiger Tee für die dunkle Jahreszeit, besonders für den Nachmittag.

Ich finde, dass er vor dem Aufguss trocken ein wenig nach Kaffe riecht, dies verstärkt sich, sobald er in die aufgewärmte Kanne kommt. Es entwickelt sich ein schwerer, leicht zimtiger Duft, angenehm und lecker.

Der erste Aufguss schmeckt nussig, ist dabei sehr weich und samtig, eine Kaffeenote ist nur noch im Duft zu erahnen, auch der Zimt schlägt sich nicht im Geschmack nieder.

Im zweiten Aufguss erreicht die Nussnote auch den Duft, wo vorher die Kaffeenote im Vordergrund war. Der Geschmack ist gleichzeitig süß und herb, aber sehr ausgewogen und angenehm. Jetzt kommen die Röstaromen hinzu und der Geschmack ist außerordentlich vielschichtig.

Auch im dritten Aufguss wird der Geschmack noch tiefer, die Röstaromen treten weiter in den Vordergrund und die Weichheit des Tees tritt zurück. So kann man den Tee gut sechs Aufgüsse lang trinken.

Leider seht ihr auf dem Foto den letzten Rest des Tees, aber ich habe ihn sofort nachbestellt, denn noch ist es nicht an der Zeit für helle Tees.

Herzliche Grüße,
Atessa