Handmade and traditional Taiwan Dong Ding Oolong


Taiwan Dong Ding
Hand geerntet und gefertigt

Ein Handgearbeiteter Dong Ding aus Taiwan ist schwer zu finden.
Dieser Tee stammt nicht direkt vom Dong Ding Berg sondern aus der Dong Ding Region.
Es handelt sich um einen Solar getrockneten und mit Kohle nach gerösteten Tee.
Dabei hat Meister Su diesen Tee komplett selbst gemacht. Von der Ernte bis zur Röstung. Was für ein Aufwand diese Röstung darstellt konnte ich mir in einem kleinen Video in Belgien ansehen.
Stunden wird der Tee in Körben über Feuer geröstet, dabei muss er aber alle paar Minuten vom Feuer genommen und gemischt werden. Er verbrennt sonst und/ oder erhält keine gleichmäßige Röstung.
Das bedeutet für den Teemeister absolute Aufmerksamkeit und nicht etwa ein Nickerchen in der Ecke.
Wie erkennt man das der Tee fertig geröstet ist, wurde Meister Su gefragt. Er antwortete, am Duft!
Diese Aussage zeigt deutlich was für eine Erfahrung man für dieses Verfahren benötigen muss.


Der Tee ist schön gerollt und dunkel in der Blattfarbe. Aus der Tüte steigt kaum ein Duft auf. Im Angewärmten Gaiwan jedoch, WOW, verströmt er einen süßen, karamelligen bis nussigen Duft. Auch das Typische Kohle Aroma das ich so liebe mischt sich unter den Duft.
Nach dem erwecken der Blätter (kurzer Aufguss, wird nicht getrunken) mischen sich noch Trockenfrüchte in den Duft.
Das macht wirklich Lust auf mehr.


1. Aufguss
Duft: warm duftet der Tee irgendwie nach Gemüsebrühe, jedoch wenn er etwas abkühlt wird der Duft süß nach Obst. Ich sollte den Tee nicht zu heiß gießen.
Geschmack: Definitiv schmecke ich Trockenfrüchte. Sehr lecker, auch erfüllt der Tee meinen ganzen Mundraum und die Nase. Unheimlich ausgewogen im Geschmack.

2. Aufguss
Duft: Nun ist der süße Duft fast unerträglich gut. Es haut mich fast vom Stuhl. Das Wasser ist nicht mehr zu heiß und scheint genau richtig für den Tee zu sein. Süßer Karamell Duft steigt mir in die Nase und lässt mich verträumt schauen.
Geschmack: Im Geschmack sind die Trockenfrüchte nicht so intensiv wie im Duft aber dennoch vorhanden. Es schmeckt sehr rund und ausgewogen. Ich mag den Tee!

nach dem erster Aufguss
3. Aufguss
Duft: die Süße und das Karamell nehmen langsam ab und sind nicht mehr so aufdringlich. Er wird ausgewogener auch im Duft.
Geschmack: Leichter und runder Karamell Geschmack gepaart mit dem Typischen Teegeschmack. Sehr lecker.


Der Tee hinterlässt ein wunderbares Gefühl im Mund zurück, er wärmt und gibt wirklich Energie. Kein wunder wenn man bedenkt wie viel Energie schon in seiner Verarbeitung steckt. Diese schmeckt man und fühlt man wenn man sich die Zeit nimmt. Kein Tee für zwischendurch, schon allein weil er wirklich Hochpreisig ist. Doch auch so benötigt der Tee Zeit und nachspüren. Der Geschmack im Mund verändert sich und bleibt lange erhalten.
Ich habe diesen Tee, aufgrund der Schwangerschaft, sehr leicht Dosiert und auch nicht eine volle Ziehzeit verwendet. Dennoch ist der Tee ein Erlebnis und auch für mich geeignet. Es reiner Tee mit einem vollem und ausgewogenen Aroma



Kosten: 100g - 90 Euro

Kein Tee für alle Tage aber jeden Cent wert

*Tee wurde von mir selbst gekauft

Kommentare:

  1. Sehr schöner Beitrag.
    Der hatte mir gestern gleich Appetit auf einen Dongding gemacht. In meinem Fall den "Old Styl" von Chentee, vielen Dank noch mal dafür. Aber der ist natürlich nicht die gleiche Preisklasse.
    Wie hoch würdest du den Oxidationsgrad deines Dongding einschätzen? Ich finde das immer schwierig, wenn der Oolong geröstet ist, den zu erkennen.
    Ich habe auf Bildern gesehen, wie geröstet wird und mir wurde gesagt, dass es ganz wichtig ist, dass die Holzkohle nicht raucht und es deshalb auch nicht passieren darf, dass Tee durch den Korb auf die Kohle fällt.
    "Wieviel" Kohlearoma ist für dich eigendlich erlaubt und angenehm? Ich finde zu viel nicht schön. Es sollte zu merken sein aber nicht zu vordergründig.
    Und meine letzte Frage: Was bedeutet für dich "nicht zu heiß gießen"? 90 Grad etwa?
    Mein Dongding von heute war auch sehr schon mit interessanntem Aroma, dass ich immer leicht mit Osmantus vergleiche aber eigendlich habe ich dafür zu wenig Erfahrung mit Osmantus. Nur das ist mir schon öffters dazu gesagt worden...

    Gute Tees müssen doch leider auch ausgetrunken werden, wenn man nur kleine Mengen davon hat. Sie lassen dann mit der Zeit immer mehr nach.

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    1. Aloha,
      mit dem Oxidationsgrad ist das tatsächlich so eine Sache. Das ist bei diesen Tees schwer. Ich würde diesen auf ca. 50-60% legen. Die Blätter haben noch etwas grün aber sehr dunkel und sind zum Großteil braun.
      Ich schmecke die Kohlegar nicht so sehr. Ja es ist ein typisches Kohle Aroma aber nicht verbrannt sondern nach getrockneten Früchten, süßlich und rund. Sehr angenehm!
      Ich hatte auch schon Tees, denen man eher eine verbrannte Note anmerkte. Diese mochte ich gar nicht.

      Mit der Temperatur ist das so eine Sache. Ich übergieße den Tee nicht mit gekochtem Wasser sondern warte ca. eine Minute. Wieviel da an Hitze übrig bleibt kann ich dann nicht genau sagen. Ich finde das gerade gekochtes Wasser den Geschmack zerstört und die Nuancen nicht richtig erfasst.

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