Donnerstag, 30. Mai 2013

Südamerikanische Teesorten: Mate-Tee

Gleich vorweg: Bei dem Mate-Tee handelt es sich nicht um richtigen Tee. Es dürfen nämlich nur die Blätter und ein Aufguss aus diesen der Teepflanze (Camellia sinensis) als Tee bezeichnet werden. 

Der Mate-Strauch kommt aus Südamerika und gehört zur Gattung der Stechpalmen. Den Tee stellt man aus den Blättern dieses Strauchs her und "entdeckt" haben ihn die Ureinwohner Südamerikas, ein Indianerstamm, die Guarani. Bis heute gibt es diesen Stamm, zu seinem Verbreitungsgebiet gehören die Länder Uruguay, Brasilien, Argentinien, Bolivien und Paraguay.
Seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es Mate-Plantagen, dennoch stammt etwa die Hälfte immer noch aus Wildbeständen.
Man kann den Tee in gerösteter und ungerösteter Form erwerben.

Was kann er?
Mate-Tee enthält Vitamin A, B1 und 2 und Vitamin C. Er dämpft den Hunger und kann sich somit unterstützend bei Diäten zeigen, da er auch den Stoffwechsel und Fettabbau anregt.
Mate-Tee enthält Koffein, was allerdings besser verträglich ist als das Koffein im Kaffee, da es langsamer vom Körper aufgenommen wird.



Zubereitung
Drei Teelöffel in heißes Wasser geben und 5-10 Minuten ziehen lassen. Anschließen durch ein Sieb abseien. Das Wasser sollte zwar heiß, aber nicht kochend sein.

Geschmack
Lässt man Mate-Tee nur kurz ziehen, so ist der Tee anregender und schmeckt weniger kräftig, so schmeckt er mir besser. Eine längere Ziehzeit lässt den Tee bitterer werden.

Interessantes zur traditionellen Zubereitung
Traditionell wird der Tee aus einem ausgehöhlten Flaschenkürbis, Kalebasse genannt, getrunken. Man benutzt zum Trinken eine Bombilla, eine Art Trinkhalm aus Metall mit Sieb am unteren Ende, das das Ansaugen von Tee beim Trinken verhindert.
Interessant ist auch, dass das Trinken mit einer Zeremonie verbunden ist und es auch bestimmte Regeln gibt. So gilt es beispielsweise als unhöflich, wenn die Bombilla beim Überreichen an den nächsten Trinker nicht auf diesen zeigt.


Ein älterer Artikel von Ye Min findet Ihr hier

Kommentare:

  1. Trink ich jeden Tag. Ich mag das bitter-herbe beim Matetee sehr gerne. So eine Bombilla hat mein Mann von Brasilien mitgebracht, aber wir haben sie nicht oft benutzt. Ich find´s umständlicher als eine Teekanne mit Tee-Ei.

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    1. Natürlich ist die Zubereitung in der Bombilla etwas umständlicher aber irgendwie schöner und man nimmt sich Zeit für den Tee.
      Oft trinke ich den Mate Tee einfach nur neben der Arbeit her aber wenn es besonders sein soll, dann dich eher traditionell

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