Der Tanz des Tees

Mein Herz wird nun ruhiger.
Blätter warten auf ihren ersten Tanz.
Aber erst wenn das Wasser singt.

Yemin 2017


Die Perfekte Schale Tee

Ein bisschen reißerisch ist der Titel ja schon. Dennoch wird die Persönlichkeit oft vergessen. 
Ein Stopuhr hatte bei mir auf dem Teetisch noch nie Verwendung und eine Waage kommt auch selten zum Einsatz. Es ist Intuition oder Übung?



Reise - Tagebuch von "EckChen" - Tag 3-5

Tag 3:
Hallo ihr Lieben, da bin ich wieder eure "EckChen" an Tag drei. Die Sonne scheint schon am   Morgen; perfekt für einen Tee :). Kein Schnee mehr weit und breit.
Thirsty hat sich schon wieder für das Schlammbaden entschieden, statt den ganzen Tag Tee zu trinken.
SOFTY!!!



Tag 4:
Thirsty hat die Gegend erkundet und tatsächlich MICH dabei vergessen.
Sie bekam heute keinen Tee von mir. Man war ich sauer.





Tag 5: 
So nachdem sie mich echt gestern vergessen hatte, nahm sie mich gleich auf ihrer Tour mit. Thirsty hat heute zwei heiße Quellen aufgetan. Mal sehen wie der Tee mit diesem Wasser schmeckt.



Thirsty: "Ich werde jetzt das Wasser von der heißen Quelle probieren. Ich habe einen Ali Shan mitgenommen und werde das jetzt mal ausprobieren.
Das Wasser schmeckt ziemlich weich, vorne eine süßliche Note".



Heute war mein Tag! Habe mich heute wie ein Model gefühlt.




Heute testete "Thirsty" das heiße Quellwasser mit mir und dem Ali :).
Dazu haben wir uns ein schönes Plätzchen gesucht, natürlich in der Nähe des Wassers. Der Tee schmeckte "Thirsty" ganz gut. Hatte einen süßlichen Geschmack.
Sie hat mir heute versprochen, das wir jeden Tag hingehen. Mal sehen :).
"Thirsty" hat mal gleich der Teerunde mein Portrait geschickt.




Fortsetzung folgt...

Teil 1 - Reise - Tagebuch 
Teil 2 - Reise - Tagebuch

Die Kanne aus WuDang


Scherben bringen Glück heißt es bei uns.
Doch warum muss es bitte meine kleine Teekanne sein?
Ich fand die Kleine 2005 in den WuDang Bergen in China. In einem kleinen Tempel stand sie da.
Ich erinnere mich noch an das warme Wetter, den schweren Sandelholzduft der Räucherstäbchen, an das Glück in meinem Herzen. WU dang Shan, so stellte ich mir China vor, geheimnisvoll und voller Weisheit. Wunderbar mit seinen alten Tempelanlagen und einer schönen Natur.
Leider landete ich damals zuerst in Peking. Dort fand ich nichts von der China-Romantik.
In Wudang jedoch wurde ich dann belohnt.
Gerade hatten wir Affen gefüttert und schwammen in einem wilden Bach - damals in den Bergen von Wudang.
An diesem Tage fand ich also die kleine Kanne. Nicht teuer aber die herrliche Bemalung sprach mich an und faszinierte mich.

Immer wenn ich die kleine Kanne zum Teetrinken hervor hole, habe ich wieder diese wunderbaren Bilder in meinem Kopf und das Glücksgefühl von damals.

Doch seit den Tagen ist viel Zeit vergangen. Wir haben uns entwickelt und gelernt, Menschen wurden zu Freunden oder zu Fremden.

Die kleine Teekanne hatte schlechten Tee und guten Tee in ihrem Bauche. Nun ist sie gebrochen, zumindest der Deckel.
Ich möchte sie aber nicht aufgeben und gebe ihr ein neues Leben, Ich hebe ihren Makel hervor, um diesen zu einer größten Stärke zu machen. Ich gebe Gold auf ihre Wunden und mache sie wieder schön, auf dass sie neu erblühen möge und noch lange Freude spenden kann.





Süße Versuchung – Matcha-Schokolade I: Chokool Matcha

Für neue Leckereien, die man auch mal außerhalb des Internets kaufen kann, bin ich immer offen. Diese Schokolade von Chokool mit Matcha von Attila Hildmann habe ich bei mir im Reformhaus kaufen können. Sie ist vegan und beinhaltet nur folgende Zutaten: Rohrohrzucker, Kakaobutter, Kokosmehl, Mandelgrieß, Matchapulver und als Emulgator Sonnenblumenlezithin.

Wundert euch nicht über die Farbe der Schokolade. Ich habe sie im Kühlschrank aufbewahrt, da ich die Schokolade gerne knackig mag. Dadurch wird sie aber auch etwas weiß, eigentlich ist sie wirklich sehr grün, wie die Fotos auf der Internetseite zeigen. Die Konsistenz ist wirklich sehr interessant, durch den Mandelgrieß ist sie etwas grobkörnig, was ich sehr angenehm finde.
Beeindruckenderweise schmeckt diese Schokolade sogar richtig nach Matcha. Sie ist nicht zu süß, ich finde sie sehr ausgewogen im Geschmack.
Im Reformhaus habe ich 2,99€ bezahlt, für eine Bioschokolade ist das definitiv im gängigen Rahmen. Für eine nach Matcha schmeckende Schokolade zahle ich das auch sehr gerne, auch wenn ich sonst kein Hildmannfreund bin. Aber das ist ein anderes Thema ;) Kaufempfehlung!

Herzlichst,
Atessa


Herbst Haiku

Die Blätter tanzen,
welkes Laub spielt die Musik,
Rhythmus des Herbstes!


Yemin 2017




Review eines Ali Shan Oolongs aus Belgien


Name: Ali Shan
Fermentationsgrad: 20-30%
Herkunft: Taiwan
Zubereitung: 20-30 Sekunden Ziehzeit in einer Tonkanne
Geruch: fruchtig, blumig
1.-3. Aufguß: 20 Sekunden
ab 4. Aufguß: 30-40 Sekunden
Aufgüsse gesamt: 6



Yemin und ich tranken zusammen den Ali Shan aus Belgien, mein Geburtstagsgeschenk.
Der Tee ist ca. 30% fermentiert, hat große gerollte Blätter. Wir beide probierten als Erstes den Tee, indem wir ihn trocken gegessen haben.
Der Tee schmeckt gekaut - brotig, blumig.

Wir füllten die vorgewärmte Teekanne mit dem Ali Shan bis der Boden bedeckt war und weckten ihn danach kurz auf.
So, jetzt kann es losgehen.
Den ersten Aufguß ließen wir 20 Sekunden ziehen. Der Tee ist im Geschmack leicht, da die Blätter noch nicht ganz sich entfaltet haben.
Der zweite Aufguß ist im Geschmack stärker, der blumige Geschmack kommt mehr zur Geltung.



Ausgetrunken #11- Atessa – Der etwas andere Jahresrückblick

Mir ist es zugefallen, den letzten Ausgetrunken-Post des Jahres 2017 zu übernehmen. Tja und nun sitze ich hier, sortiere Bilder und überlege. Was habe ich in den letzten drei Monaten alles getrunken? Habe ich überhaupt etwas geleert? Nein. Außer zwei Dosen von meinem Lieblingsmatcha ist nichts leer geworden.
Woran liegt es? Ich trinke sehr viel weniger Tee am Teetisch, das habt ihr vermutlich schon aus den bisherigen Posts entnehmen können. Das Jahr 2017 sollte für mich das Jahr großer Veränderungen werden. Und das ist es auf jeden Fall auch geworden. Aber ganz anders als erwartet. 180° anders.
Auf eine spannendes ersten Quartal voller Vorfreude folgte eine Trennung, für mich absolut überraschend. Allzu sehr möchte ich gar nicht ins Detail gehen. Es war schmerzhaft und hart, aber ich bin durch diese Erfahrung gestärkt worden und in das Bewusstsein gekommen: Hey, du bist stark, du kommst auch allein zurecht, dir kann niemand etwas. 
In der turbulentesten Zeit hat mir der Teetisch als Ruheinsel Kraft gegeben, bot sich mir an, um meine Gedanken zu ordnen, neue Lösungen zu finden und vor allem: Zu mir selbst zurück zu finden.
Das zweite Quartal war dementsprechend sehr kräftezehrend aber ich habe gemerkt, dass ich auf mich vertrauen kann und etwas zweites: Dass ich Freunde habe, die zu mir stehen. Die lange Zeit vielleicht zu kurz kamen aber nicht zögerten, mich zu unterstützen. 
Danke an dieser Stelle an all die wundervollen Menschen, die für mich da waren und es weiterhin sind. Ihr seid großartig und es ist schön, dass es euch gibt! 

Die Sommersonnenwende war auch für mich eine Wende, ziemlich genau sogar. Seither ist so viel unglaubliches passiert. Unglaublich schönes. Ich bin zu vielen Erkenntnissen gekommen und beschreite nun einen Weg, der noch lange nicht zu Ende ist. Nie zu Ende sein wird, aber ich weiß, dass es der richtige ist, weil es sich so gut anfühlt. Wo genau er hinführt – weiß man das überhaupt je mit Bestimmtheit? Ich habe Überraschungen lieben gelernt. In diesem Jahr.
Dieses Jahr ist ein Jahr der Kompromisse. Das betrifft auch den Tee. Das betrifft auch meine generellen Aktivitäten im Internet. Auf meinem eigenen Blog habe ich den letzten Post im Juli geschrieben, hier bin ich auch sehr ruhig geworden. 
Mir ist bewusst geworden, wie viel Zeit mir wirklich zur Verfügung steht und diese Zeit möchte ich möglichst mit den Dingen füllen, die mir in diesem Moment wichtig sind. Wie es mir gerade in diesem Moment wichtig ist, genau diesen Post zu schreiben. 
Ich habe unheimlich viele Interessen und manchmal wächst mir alles über den Kopf. Ich möchte alles gleichzeitig tun und tue am Ende nichts sinnvolles. 
Der Tee ist und bleibt ein fester Bestandteil meines Lebens. Auch meine Mitarbeit an diesem Blog möchte ich weiterführen. Aber mein Fokus liegt auf dem realen Leben. Darum wird es nun nicht noch weniger werden, dass ich schreibe. 
Aber mit diesem Post möchte ich mir selbst die Anspannung nehmen, schreiben zu müssen. Ich glaube, das musste einfach einmal öffentlich gesagt werden – nur für mich. So verliere ich das Gefühl, dass ich schreiben muss. So denke ich wieder "Wow, ich darf an diesem wunderbaren Projekt mitarbeiten", ich bin mir sicher, dass ich so viel leichter ins Schreiben komme, mir wieder Themen zufallen, ich Freude am berichten bekomme. 

Also: Ich freue mich auf die kommende Zeit mit euch! Nehmt es mir nicht krumm, wenn die Bilder "frisch im Alltag geschossen" sind, lasst uns gemeinsam den Tee genießen. In Ruhe. Mit Freude. Und: Mit Freunden.
Danke 2017, du hast viel bewegt und mich vieles gelehrt. 
2018 kann ich nun herzlich willkommen heißen =)

Auf ein neues Jahr voller Veränderung, Überraschungen und wunderschöner Erlebnisse!
Herzlichst,
Atessa